НЕМЕЦКИЙ ЯЗЫК

Straße des 17. Juni (im Jahr 1988) – Hinter der Mauer brodelt der nächste Aufstand. / Roland Arhelger

Nation zwischen Aufstand und Amnesie

Die Feiertage der DDR kennt kaum noch jemand, und dem westdeutschen „Tag der deutschen Einheit“ am 17. Juni droht das gleiche Schicksal. Da heute ein normaler Arbeitstag, wissen immer weniger Jugendliche etwas über den Aufstand, zu dem es an diesem Tag 1953 in der DDR kam. Politik und Opferverbände bleiben beim jährlichen Staatsakt zum Gedenken der Opfer unter sich.

Unheimlich schön: Nationalpark Eifel und ehemalige NS-Ordensburg Vogelsang. / Rrhilber

Unheimliche Heimat

In Deutschland nimmt der Wald mit rund 32% einen geringeren Anteil an der Landesfläche ein als im EU-Durchschnitt. Dennoch pflegen die Deutschen ein besonders inniges* Verhältnis zu ihm. Grimms Märchen sind ohne ihn nicht denkbar. Er ist Ort kriegerischer Auseinandersetzungen wie sonntäglicher Vergnügungen und sein Wohlergehen* Anliegen* deutscher Politik. Geld lässt sich auch mit ihm verdienen.
Literatur oder Macht? Initiativgruppe: Nicol Ljubić, Mely Kiyak, Frank-Walter Steinmeier, Antje Rávic Strubel, Tilman Spengler. / Dirk Bleicker

Archipel Europa

Am 9. und 10. Mai tagte auf Einladung von Außenminister Frank-Walter Steinmeier und vier Autoren (siehe Foto) die Europäische Schriftstellerkonferenz 2016. Unter dem Motto „GrenzenNiederSchreiben“ diskutierten Autorinnen und Autoren aus 29 Ländern in der Akademie der Künste mit Blick auf den Reichstag über Literatur in Zeiten wiederentstehender Grenzen und Nationalismen.
„Mutter mit totem Sohn“ (1937–1939) von Käthe Kollwitz; Neue Wache Berlin. / Harabanar

Mütter, Märkte, Musterknaben*

Am Vatertag treffen sich Männer, machen einen Ausflug und trinken schon vormittags Bier. Am Internationalen Tag des Kindes geht es um Kinderrechte und darum, dass sie allzu oft missachtet werden. Und am Muttertag? Einst bekamen Mütter ein Ehrenkreuz, heute dürfen sie sich über Blumen freuen.
Fruchtbarkeitssymbol: traditioneller Maibaum bei Köln. / Koelner50, Hans Burgwinkel

Arbeiterkampf und Hexentanz

Wenn der 1. Mai auf einen Sonntag fällt, freut sich niemand außer den Arbeitgebern. Denn der Tag der Arbeit ist in Wahrheit ein Tag der Nichtarbeit, den nur eine verschwindende Minderheit* zum Kampf für die Interessen der Lohnabhängigen nutzt. Eine Mehrheit will vor allem ausschlafen – nicht zuletzt vom heidnischen* Treiben der Walpurgisnacht.
Schriftstellerin Herta Müller. / Literaturhaus Berlin

Vertriebene und Literaturnobelpreisträgerin

Die für den 23. März im Berliner Literaturhaus angekündigte Buchpräsentation von Herta Müller war ausverkauft. Als die 1953 geborene Rumäniendeutsche 2009 den Literaturnobelpreis erhielt, sagte ihr Name vielen Deutschen kaum etwas. Bei der Veranstaltung wurde nun eine neue Facette der Autorin offensichtlich: ihr Engagement für die Emigranten der NS-Zeit.
Krokusse auf dem Friedhof für die Märzgefallenen von 1848. / Lucia Geis

Zwischen Sehnsucht und Teufelspakt

Eulen nach Athen zu tragen, hieße es, Menschen in Russland etwas von der Freude über den Frühlingsanfang zu erzählen. Aber auch in Deutschland huscht* ein Lächeln über die traurig grauen Wintergesichter, wenn das Eis schmilzt, die ersten Vögel singen und Krokusse in Gelb und Lila aus der Erde sprießen*. Liebesgefühle erwachen, immer wieder jedoch kam es im Frühling auch zu politischen Kapriolen*.
An Weiberfastnacht schneiden Frauen Krawatten als Symbole der Männermacht ab und verteilen stattdessen Küsschen. / Kürschner (talk)

Schwestern zum Reichtum, zur Spitze*

Seit 2016 gilt für die Aufsichtsräte* der etwa 100 größten deutschen Unternehmen eine gesetzliche Frauenquote von 30 Prozent. In kleineren Betrieben darf ihre Höhe (von den Männern) selbst definiert werden. Grund dieser Regelung ist die mangelnde Gleichstellung von Frauen und Männern in Deutschland. Frauen verdienen weniger, kümmern sich mehr um Haushalt und Kinder und haben weniger Einfluss, Macht und Geld.
Die ZEIT-Redaktion im Hamburger Helmut-Schmidt-Haus (1938 für das nationalsozialistische Hamburger Tageblatt gebaut). / David Kostner

ZEITreise durch die deutsche Demokratie

Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges brach in Deutschland zum zweiten Mal innerhalb von zwölf Jahren die Presselandschaft zusammen. Die Alliierten stellten die von den Nationalsozialisten gleichgeschalteten* Zeitungen ein* und vergaben stattdessen Lizenzen für Neugründungen. Am 21. Februar 1946 erschien in Hamburg die Erstausgabe der überregionalen Wochenzeitung die ZEIT.
Freundinnen der deutschen Sprache

Freundinnen der deutschen Sprache

 Das letzte Wort haben die Frauen Mehr als zehntausend Menschen haben an den vier Runden des gesamtrussischen Wettbewerbs „Freunde der deutschen Sprache“ teilgenommen. Über 400 Sieger haben in den vergangenen fünf Jahren tolle Preise bekommen. Welche? Die Siegerinnen des letzten Wettbewerbs haben das Wort. Tatjana Dekar  Tatjana Dekar aus der Schule №24 in Nowosibirsk ist die Gewinnerin  [...]
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