НЕМЕЦКИЙ ЯЗЫК

Fruchtbarkeitssymbol: traditioneller Maibaum bei Köln. / Koelner50, Hans Burgwinkel

Arbeiterkampf und Hexentanz

Wenn der 1. Mai auf einen Sonntag fällt, freut sich niemand außer den Arbeitgebern. Denn der Tag der Arbeit ist in Wahrheit ein Tag der Nichtarbeit, den nur eine verschwindende Minderheit* zum Kampf für die Interessen der Lohnabhängigen nutzt. Eine Mehrheit will vor allem ausschlafen – nicht zuletzt vom heidnischen* Treiben der Walpurgisnacht.

Schriftstellerin Herta Müller. / Literaturhaus Berlin

Vertriebene und Literaturnobelpreisträgerin

Die für den 23. März im Berliner Literaturhaus angekündigte Buchpräsentation von Herta Müller war ausverkauft. Als die 1953 geborene Rumäniendeutsche 2009 den Literaturnobelpreis erhielt, sagte ihr Name vielen Deutschen kaum etwas. Bei der Veranstaltung wurde nun eine neue Facette der Autorin offensichtlich: ihr Engagement für die Emigranten der NS-Zeit.
Krokusse auf dem Friedhof für die Märzgefallenen von 1848. / Lucia Geis

Zwischen Sehnsucht und Teufelspakt

Eulen nach Athen zu tragen, hieße es, Menschen in Russland etwas von der Freude über den Frühlingsanfang zu erzählen. Aber auch in Deutschland huscht* ein Lächeln über die traurig grauen Wintergesichter, wenn das Eis schmilzt, die ersten Vögel singen und Krokusse in Gelb und Lila aus der Erde sprießen*. Liebesgefühle erwachen, immer wieder jedoch kam es im Frühling auch zu politischen Kapriolen*.
An Weiberfastnacht schneiden Frauen Krawatten als Symbole der Männermacht ab und verteilen stattdessen Küsschen. / Kürschner (talk)

Schwestern zum Reichtum, zur Spitze*

Seit 2016 gilt für die Aufsichtsräte* der etwa 100 größten deutschen Unternehmen eine gesetzliche Frauenquote von 30 Prozent. In kleineren Betrieben darf ihre Höhe (von den Männern) selbst definiert werden. Grund dieser Regelung ist die mangelnde Gleichstellung von Frauen und Männern in Deutschland. Frauen verdienen weniger, kümmern sich mehr um Haushalt und Kinder und haben weniger Einfluss, Macht und Geld.
Die ZEIT-Redaktion im Hamburger Helmut-Schmidt-Haus (1938 für das nationalsozialistische Hamburger Tageblatt gebaut). / David Kostner

ZEITreise durch die deutsche Demokratie

Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges brach in Deutschland zum zweiten Mal innerhalb von zwölf Jahren die Presselandschaft zusammen. Die Alliierten stellten die von den Nationalsozialisten gleichgeschalteten* Zeitungen ein* und vergaben stattdessen Lizenzen für Neugründungen. Am 21. Februar 1946 erschien in Hamburg die Erstausgabe der überregionalen Wochenzeitung die ZEIT.
Freundinnen der deutschen Sprache

Freundinnen der deutschen Sprache

 Das letzte Wort haben die Frauen Mehr als zehntausend Menschen haben an den vier Runden des gesamtrussischen Wettbewerbs „Freunde der deutschen Sprache“ teilgenommen. Über 400 Sieger haben in den vergangenen fünf Jahren tolle Preise bekommen. Welche? Die Siegerinnen des letzten Wettbewerbs haben das Wort. Tatjana Dekar  Tatjana Dekar aus der Schule №24 in Nowosibirsk ist die Gewinnerin  [...]
Schuhe für den Großstadtdschungel. / Lucia Geis

Freiheit, Gleichheit, Wanderschuhe

Dem Ausländer, der im Winter Deutschland besucht, fällt schnell auf, dass die Städter sich kleiden, als brächen sie zu einer Wanderung in die Alpen oder zumindest in Feld, Wald und Wiese auf*. Neben Rucksäcken tragen sie Wanderschuhe und dicke Jacken mit Kapuzen*. In Zeiten der Erderwärmung ist das schwer zu verstehen.
Hermann Schulze-Delitzsch: Taten statt Worte. / Dan Kollmann

Genossen genießen gemeinsam

Im Verzeichnis für das immaterielle Weltkulturerbe der UNESCO steht vieles, das mit „Genuss“ zu tun hat: der Tango, mediterrane* Ernährung, die arabische Kaffee-Zeremonie, gesungene Poesie aus dem Libanon. Mit der Genossenschaft versuchte Deutschland zum ersten Mal auf die Liste zu kommen, schaffte es aber nicht. Und das, obwohl sie schon im Namen das Wort „Genuss“ trägt.
Die Reste der Feste – der Müll und die Jahreswende. / 3268zauber

Der Zweck heiligt den Müll

Deutschland gilt als sauberes Land. Ausländische Touristen stehen ratlos vor den verschiedenen Mülltonnen* an Bushaltestellen. Wer Bonbonpapiere auf die Straße fallen lässt, wird für schlecht erzogen gehalten. Kühlschränke im Wald abzustellen, ist strafbar. Silvester verabschiedet das Land jedoch nicht nur das alte Jahr, sondern auch für einen Moment dieses Bewusstsein.
„Wie überall in Deutschland: In Flensburg treffen Flüchtlinge auf Freiwillige.“ / Julia Larina

Das Notwendige wollen

Jedes Jahr am 5. Dezember, dem Internationalen Tag des Ehrenamtes, empfängt der Bundespräsident einige der Millionen Ehrenamtler Deutschlands in seinem Dienstsitz Schloss Bellevue in Berlin. Damit lässt er Menschen, die sich in ihrer Freizeit gesellschaftlich engagieren, die Ehre zukommen, von der sie leben. Denn bezahlt wird dafür niemand.
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